Besteuerung des Dienstfahrzeuges: Sonderausstattung

CruisingDas Thema Besteuerung der Dienstfahrzeugnutzung ist bei Lohnsteuerprüfungen für das Finanzamt besonders wichtig. Oft finden Lohnsteuerprüfer bei der Privatnutzung des Fahrzeuges Fehler. Bei den Kosten für die Sonderausstattung eines Dienstfahrzeuges gibt es eine Besonderheit auf die man achten sollte.

Nutzt ein Arbeitnehmer ein Dienstfahrzeug privat, muss er dafür ohne Fahrtenbuch monatlich 1 Prozent des inländischen Bruttolistenpreises des Fahrzeuges zum Zeitpunkt der Erstzulassung versteuern.

Finanzbeamte beziehen auch die Kosten für Sonderausstattung des Dienstfahrzeuges in den Bruttolistenpreis ein.  Doch das ist nicht immer richtig. Denn in Richtlinie 8.1 Absatz 9 der Lohnsteueränderungsrichtlinien 2015 steht schwarz auf weiß, dass in den Bruttolistenpreis nur die im Zeitpunkt der Erstzulassung „werkseitig“ eingebaute Sonderausstattung in den Bruttolistenpreis einzubeziehen ist. Wird die Sonderausstattung erst nachträglich – also nach der Erstzulassung – eingebaut, darf das Finanzamt die Kosten für die Sonderausstattung nicht in den Bruttolistenpreis einbeziehen.

Tipp: Bei Neubestellung eines Dienstfahrzeuges macht es also aus steuerlicher Sicht Sinn, die Sonderausstattung wenn möglich, erst nach der Erstzulassung des Dienstfahrzeuges zu bestellen und einbauen zu lassen.

Quelle: Deutsche Handwerkszeitung